Jazz

 

With Aki Takase

 

with Aki Takase, at Bflat Berlin

CD review TAMA Fairaudio

http://www.fairaudio.de/artikel/musik-rezension/2017/02-februar/cd-tortoise-aki-takase-jenny-hval.html

hier wird musik bildlich

Die in Berlin lebende japanische Klavierspielerinn Aki Takase hat ein neues Jazz-Album auf den Markt gebracht. Die zehn Lieder auf Tama Goldfish enthalten fast sämtliche Facetten, die Musik abbilden kann: Mal sind die Stücke ruhig, mal belebt, experimentell und auch klassisch. Bis auf zwei Kompositionen sind alle Lieder Eigenkompositionen von Takase. Das mit einem Solo-Bass beginnende Lied „Icy Blue“ wurde vom Jazz-Bassisten Jan Roder geschrieben. Durch das Schlagzeugbecken und die perlenden, hohen Tönen des Klaviers kommt eine Stimmung auf, die den Namen des Stücks alle Ehre macht.

Hier wird Musik bildlich: Die herabfallenden Töne klingen fast plätschernd, als ob sie das Element Wasser nachahmen, und wirken mit dem rauschigen Klang des Beckens wie Tropfen. Der Komponist und Bassist Jan Roder übernahm auch den Bass-Part auf den anderen Stücken. Oliver Steidle, der bei allen Liedern am Schlagzeug saß, schrieb das treibende und mit viel Schwung aufgenommene Stück „Oja“. Neben den instrumentellen Songs ist das dritte Lied „Seven Eleven“ mit einem Gesangspart eine schöne Bereicherung für das Album. Das Lied bekommt vokale Unterstützung von Merran Laginestra. Das Hauptthema kommt im Lied zwei Mal vor, direkt am Anfang und am Ende. Dabei wird der rhythmische Gesang vom Klavier gedoppelt und bleibt im Ohr. Der mittige instrumentale Part lässt Raum für Improvisation. Dort wandert das Klavier harmonisch und wird vom akzentuierenden Schlagzeug begleitet. Auch der Bass kommt nach der Hälfte der instrumentalen Phase hinzu und leitet vor einer Pause das End-Thema mit dem Gesang ein. Insgesamt ist das Album mit den vielen Einflüssen und Facetten auch für Nicht-Jazzer eine wirkliche Entdeckung. Es zeigt, wie bildlich Musik sein kann und führt uns damit in andere Welten.

 

Isfahan Trio

Merran Laginestra – piano, voice
Marcos Monge – tenor saxophone
Christian Perez – double bass

….

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